Marktinformationen

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt und wurde bereits vor hunderten von Jahren vielfältig verwendet. Die Hanfpflanze enthält diverse Wirkstoffgruppen, von welchen die Cannabinoide die prominentesten darstellen. Innerhalb der Cannabinoide unterscheidet man zwischen ca. 80 verschiedene Inhaltsstoffen. Die zwei bekanntesten dieser Cannabinoide sind Cannabidiol (CBD) sowie Tetrahydrocannabinol (THC).

Geschichte des Cannabis

Botanische Herkunft von Cannabis

Cannabis ist die lateinische Bezeichnung für das Wort Hanf. Cannabis bezeichnet im botanischen Zusammenhang entsprechend die Hanfpflanze und ihre Bestandteile. Die Hanfpflanze ist vielseitig einsetzbar und kann beispielsweise zur Gewinnung von Ölen oder zur Herstellung von Textilien, Kosmetik sowie Lebensmitteln verwendet werden. Hanfpflanzen, deren wissenschaftliche Bezeichnung je nach Abstammung Cannabis ruderalis, Cannabis sativa oder Cannabis indica lautet, stammen aus der Familie der Hanfgewächse, auch Cannabaceae genannt. Hanfpflanzen sind einjährig und blühen nur einmal, während die Pflanzen aus der Gattung der Hanfgewächse zweihäusig sind. Entsprechend existieren sowohl männliche als auch weiblichen Hanfpflanzen. Für Forschungszwecke stehen in der Wissenschaft vor allem die weiblichen Hanfpflanzen im Vordergrund, wobei aktuell besonders die Cannabinoide Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) analysiert werden.

Vielfältige kulturelle Nutzung

Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. verwendeten buddhistische Mönche Hanfpflanzen zu verschiedensten Ritualen. Auch in anderen Religionen wie der Rastafari-Religion wurde Cannabis seit Jahrhunderten verwendet, beispielweise zur Kommunikation mit göttlichen Mächten. In germanischen Kulturen galt Hanf als Symbol der Fruchtbarkeit. In Nordamerika eröffnete der spätere US-amerikanische Präsident Benjamin Franklin eine der ersten Hanfpapierfabriken Nordamerikas. Bis ins 20 Jahrhundert wurden ca. 80% aller Textilien aus Hanf hergestellt. Erst durch das Aufkommen der kostengünstigeren Baumwollgewinnung nahm die Wichtigkeit von Hanf für die Textilindustrie immer mehr ab.

Liberalisierung im Umgang mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen

Gemäss der World Health Organization WHO ist der Wirkstoff Cannabidiol CBD nicht suchtfördernd und bringt beim Konsum keine Abhängigkeit mit sich, wodurch auch kein Missbrauchspotenzial besteht. Solange der Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt bei einem Produkt mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen unter einem Prozent liegt, fällt dieses Produkt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, da bei diesem Gehalt keine psychoaktive Wirkung eintreten kann. Seit dem Jahr 2016 dürfen solche Produkte verkauft werden, sofern sie die für die jeweilige Produktekategorie relevanten weiteren Gesetzgebungen erfüllen.

Umfeldanalyse

Die SWISS Gate AG befindet sich in einem jungen dynamischen Markt. Sie analysiert ihr Umfeld kontinuierlich, hält ihre Beobachtung in einer PESTEL-Analyse fest und passt das unternehmerische Denken und Handeln vorausschauend den sich ändernden Marktumständen an.

Politisches Umfeld
Der Cannabis Markt befindet sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in einem hochkomplexen politischen Umfeld. Aufgrund der jahrzehntelangen Vergangenheit als verbotenes Betäubungsmittel wird Cannabis immer noch vielfach stigmatisiert. Mittlerweile sind jedoch aus verschiedenen politischen Lagern immer mehr Stimmen zu hören, die eine Liberalisierung im Umgang mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen fordern. Themenbereiche, die politisch hierbei vielfach diskutiert werden, sind bspw. der Jugendschutz, die Suchtprävention, die Aufklärung oder zulassungstechnische Aspekte wie die Unterscheidung von medizinischen Produkten und Genussmitteln.
Ökonomisches Umfeld
Aus wirtschaftlicher Sicht bietet der Cannabis Markt ein enormes Wachstumspotenzial. International gesehen ist der Markt noch sehr jung und die Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren als attraktiver Standortpartner positionieren können. Produkte Schweizer Herkunft geniessen eine grosse Nachfrage und Akzeptanz auf dem internationalen Markt. Das Wachstum von verschiedenen Genussmittelmärkte wie Kosmetik und Ernährung hält seit einige Jahren an. Bedingt durch die Corona-Krise hat global gesehen das E-Commerce Geschäft ein grosses Wachstum erlebt, welches nun allerdings bereits wieder abzunehmen scheint.
Soziales Umfeld
Cannabis ist im gesellschaftlichen Kontext mit diversen Vorurteilen und Unsicherheiten behaftet, was auf mangelnde Aufklärung und fehlendes Wissen bei den verschiedenen beteiligten Akteuren zurückzuführen ist. Nichtsdestotrotz trifft Cannabis auf eine grosse Awareness in der Öffentlichkeit, welche zusätzlich dadurch gefördert wird, dass Naturprodukte allgemein eine grosse Nachfrage erleben. Weiter gesellschaftlichen Trends wie faktenbasiertes Wissen, Nachhaltigkeit, Individualisierung und Rückverfolgbarkeit haben zudem einen grossen Einfluss auf die erfolgreiche Positionierung von Produkten mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen.
Technologisches Umfeld
Technologische Aspekte haben entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Cannabis-Markt eine tragende Rolle. Vom Anbau der Rohstoffe über die gezielte Extraktion von einzelnen Inhaltsstoffen bis hin zum Vertrieb über diverse Kanäle - sämtlliche Prozessschritte benötigen aus Qualiätssicherungs- sowie Compliance-Gründen eine funktionierende technische Infrastruktur, welche erlauben, Produkte auf höchstem Qualitätsstandard herzustellen und diese den Menschen sicher und einfach zur Verfügung zu stellen.
Ökologisches Umfeld
Es gibt einige ökologische Aspekte, welche die Tätigkeiten der SWISS Gate AG beeinflussen. Die soziale unternehmerische Verantwortung muss zwingend wahrgenommen werden, weshalb ein aktives Engagement in Bereichen wie Naturschutz, Gleichberechtigung oder nachhaltiges Wirtschaften für Markteilnehmer im internationalen Cannabis Markt unerlässlich ist. Es ist wichtig, dass alle Inhaltsstoffe aus konfliktfreien Gebieten stammen und soweit möglich aus organischen Bio-Produktionen stammen. Produkte aus hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen bieten hier eine interessante Diversifizierungsmöglichkeit, da verschiedene Bestanddteile auch als Ersatzgüter für verschwenderische oder ungesunde Ressourcen dienen können, so bspw. in der Ernährung und Körperpflege oder auch im Bau oder in der Textilindustrie.
Gesetzliches Umfeld
Sowohl der internationale als auch der nationale Markt für Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen unterliegt strengen, komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen. Je nach Produktesegment und Marktgebiet kommen unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen zur Anwendung. Eine umfangreiche Analyse der gesetzlichen Strukturen ist unerlässlich für die Inverkehrbringung von Produkten mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen.
Kennzahlen Cannabis Markt
Marktvolumen
Im Jahr 2022 betrug das Marktvolumen des internationalen Cannabis Marktes rund USD 25 Milliarden.
Marktpotenzial
Das Marktpotenzial des internationalen Cannabis Marktes wird per Jahr 2025 auf rund USD 47 Milliarden geschätzt, was fast eine Verdopplung zum aktuellen Marktvolumen darstellt.
Bekanntheitsgrad
Bei Umfragen geben 74% aller Teilnehmenden an, bereits einmal von Produkten mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen gehört zu haben.
Verwendungsrate
26% aller Konsumenten verwenden Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen mindestens einmal am Tag.
Marktsegmentierung
Genussmittel
Seit einigen Jahren dürfen in verschiedenen Ländern Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen, deren Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt unter einem bestimmten Grenzwert liegt, als Genussmittel vertrieben werden. Der Cannabidiol (CBD)-Gehalt eines Produktes unterliegt dabei in der Regel keinen gesetzlichen Einschränkungen. Das auf dem Markt angebotene Produktesortiment erstreckt sich von CBD Kosmetik, CBD Ölen für Menschen sowie Tieren und CBD Hanfblüten bis hin zu Bio-Hanflebensmitteln und unterliegt klaren rechtlichen Regulationen. So dürfen beispielsweise Bio-Hanflebensmittel weder CBD noch THC enthalten und nur aus Bio-Hanfsamen und in Ausnahmefällen aus Bio-Hanfblättern hergestellt werden. Bei CBD Kosmetikprodukten wiederum darf bspw. nur CBD verwendet werden, welches aus Bio-Hanfblättern gewonnen wird oder synthetisch hergestellt worden ist. CBD, welches aus den Hanfblüten gewonnen wird, darf nicht in CBD Kosmetikprodukten verwendet werden.
Medizinalprodukte
In der Medizin findet Cannabis hauptsächlich bei chronischen Leiden wie durch Krebs verursachten Schmerzen, Krampfanfällen, Spasmen sowie bei Unwohlsein oder zur Förderung des Appetits bei Chemotherapien Anwendung. Das Interesse an Arzneimitteln mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen steigt kontinuierlich an, wobei die Forschung bezüglich der Wirksamkeit bei medizinischen Anwendungen noch sehr jung und dadurch ungenügend belegt ist. Es existieren viele Berichte von Erfahrungen, jedoch oftmals noch keine klinischen Studien.

Im Jahr 2019 stellte das Bundesamt für Gesundheit BAG in der Schweiz fast 3000 Ausnahmebewilligungen für Cannabisarzneimittel aus. Im Juni 2020 verabschiedete der Bundesrat zudem eine Empfehlung an das Parlament, in der empfohlen wird, den medizinischen Zugang zu Cannabis mit einem THC-Gehalt von über einem Prozent zu erleichtern. Zu diesem Zweck sollen die entsprechenden Gesetzgebungen so geändert werden, dass für die Abgabe von medizinischem Cannabis keine Sonderbewilligung des Bundesamtes für Gesundheit BAG mehr benötigt wird und die Verantwortung bei Behandlungen mit medizinischem Cannabis bei der Ärzteschaft liegt. Die entsprechende Gesetzesänderung ist aktuell in Bearbeitung. Stand April 2021 ist Sativex das einzige cannabishaltige Arzneimittel, das heilmittelrechtlich in der Schweiz zugelassen ist und ohne Sonderbewilligung des Bundesamtes für Gesundheit BAG von Ärzten abgegeben werden darf. Die Zulassung von Heilmitteln in der Schweiz obliegt der Verantwortung des Schweizerischen Heilmittelinstituts swissmedic.
Illegale Betäubungsmittel
Cannabisprodukte, die einen THC-Gehalt von über einem Prozent aufweisen und nicht zu medizinischen Zwecken durch Behörden bewilligt sind, sind in der Schweiz für die Produktion, den Konsum sowie den Vertrieb verboten. Am 31. März 2021 hat der Bundesrat die Verordnung über Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von nicht-medizinischem Cannabis mit einem THC-Gehalt von über einem Prozent verabschiedet.

«Diese Studien sollen die Kenntnisse zu den Vor- und Nachteilen eines kontrollierten Zugangs zu Cannabis erweitern», teilt der Bundesrat in seiner Medienmitteilung vom 31. März 2021 mit (Schweizerische Eidgenossenschaft - Der Bundesrat, 2021). Die Resultate der Pilotversuche sollen nach deren Auswertung als wissenschaftliche Basis für weitere politische Regulierung bezüglich Cannabis dienen.

Ab dem 15. Mai 2021 können Gesuche für die Durchführung eines Pilotversuches eingereicht werden. Hierzu teilt das Bundesamt für Gesundheit folgendes mit: »Pilotversuche können von privaten oder öffentlichen Organisationen wie etwa Universitäten, Gemeinden, Kantonen, Forschungsinstituten, Verbänden, Stiftungen usw. durchgeführt werden. An jedem Pilotversuch ist ein anerkanntes Forschungsinstitut zu beteiligen. Zur Durchführung eines Pilotversuchs ist eine Bewilligung des BAG erforderlich. Die Kantons- und Gemeindebehörden sind vor Einreichung des Antrags zu kontaktieren, um die Aspekte im Zusammenhang mit dem Schutz der öffentlichen Ordnung, der Sicherheit und des Jugendschutzes zu klären. Die vorgesehenen Verkaufsstellen sind von den zuständigen Gemeindebehörden zu genehmigen.» Die ersten Resultate der Pilotversuche erwartet das Bundesamt für Gesundheit BAG ab dem Jahr 2024.
Zielgruppen

Als im Jahr 2016 der Markt für Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen mit einem maximalen THC-Gehalt von 1% legalisiert wurde, wurden anfänglich vor allem männliche Konsumenten mit den Hanfblüten angesprochen. Mittlerweile hat sich das Produkteangebot auf dem internationalen Markt soweit vervielfältigt, dass mittlerweile alle Geschlechter in allen Altersgruppen mit Produkten mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen angesprochen werden können. Die SWISS Gate AG will die Professionalität innerhalb der Branche steigern und in vielerlei Hinsicht als Pionier agieren, um das Vertrauen bei Konsumierenden und Partnern gegenüber Produkten mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffe fördern zu können. Zu diesem Zweck setzt sie sich für die Entwicklung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen ein und beschreitet neue Wege. Die SWISS Gate AG ist bestrebt, Türen zu noch nicht (vollständig) erschlossenen Märkten zu öffnen und die Schweizer Wirtschaft nachhaltig zu fördern.

Rechtliche Regulationen

Sowohl der internationale als auch der nationale Markt für Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen unterliegt strengen, komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen. Je nach Produktesegment kommen unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen zur Anwendung. Das Schweizerische Heilmittelinstitut swissmedic hat eine kompakte Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Schweizer Marktes für Produkte mit hanfpflanzlichen Inhaltsstoffen erstellt. Nachfolgend finden Sie das entsprechende Dokument zum Downloaden:

DOKUMENT VOLLZUGSHILFE SWISS MEDIC

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